Optimierung Ihrer Work-Life-Balance

 

Der Begriff Work-Life-Balance wird vielfach missverstanden als Gegensatz zwischen Arbeit und Leben und/oder auf den Ausgleich zwischen Arbeitszeit und Freizeit verkürzt. Ohne Frage sollte es einen Ausgleich zwischen Arbeit und Leben geben, denn die Arbeit ist ein Teilbereich des Lebens und in der Regel ein sehr wichtiger, die Existenz sichernder. Im Vordergrund stehen allerdings nicht der zeitliche Ausgleich, sondern der jeweilige Verbrauch und die Wiederauffüllung von Lebensenergie. Nossrat Peseschkian, der positiven Psychotherapie, hat in einer transkulturellen Studie die vier wichtigsten Energiequellen ermittelt:

  • Körper (Kernthemen: Ernährung, Erholung und Bewegung)
  • Beziehungen (Kernthemen: vertrauensvolles Beziehungsnetz, Wertschätzung)
  • Sinn (Kernthemen: Vision, Mission, Sinn des eigenen Lebens)
  • Arbeit/Leistung (Kernthemen: Sinnhaftigkeit der Arbeit, am richtigen Platz sein)

Die Thematik der Work-Life-Balance ist sehr komplex und muss stets aus der Sicht des Individuums gesehen werden. Ob und in welchem Maße eine gesunde Work-Life-Balance vorliegt, hängt z.B. vom Lebensalter, von der jeweiligen Lebenssituation, von der Antwort auf Frage nach dem Sinn des Lebens oder von der Auffassung vom eigenen Glück ab. So möchte ein großer Teil der Erwerbstätigen möglichst viel Zeit mit den eigenen Kindern verbringen, andere haben sich die Aufgabe gestellt, pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Für andere steht etwa der Ausgleich zum Beruf durch Freizeit und Sport oder durch den Einsatz im sozialen, kulturellen oder politischen Bereich im Vordergrund. Einige Personen halten im Hinblick auf eine größere zeitliche Freiheit für soziales und persönliches Engagement ihren Zeiteinsatz für die Erwerbsarbeit bewusst in Grenzen. Nach Art des Simple- Living-Lebensstils kann eine Einschränkung des persönlichen Konsums eine größere Unabhängigkeit von der Erwerbsarbeit ermöglichen.

 

Das Gleichgewicht zwischen den Lebensbereichen ist stets ein dynamisches Gleichgewicht, da sich die persönlichen Lebensumstände und äußeren Bedingungen stets wandeln können. Andererseits muss eine gesunde Work-Life-Balance immer auch nachhaltig konzipiert und gelebt werden. So ist eine Work-Life-Balance als misslungen zu bewerten, wenn jemand dem Burn-out nahe ist oder auch einem Bore-out, dem Gefühl krankmachender Langeweile.

 

Bezüglich der Work-Life-Balance existieren unterschiedliche Modelle der Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Lebensbereichen: im Segmentationsmodell werden die verschiedenen Lebensbereiche als getrennte und voneinander weitgehend unabhängige Teile angesehen. Andere Modelle betrachten die positiven und negativen Wechselwirkungen zwischen den Lebensbereichen. Wenn beispielsweise am Arbeitsplatz und im Privatleben unterschiedliche Rollenerwartungen vorliegen und verschiedene soziale Rollen eingenommen werden, kann ein Inter-Rollenkonflikt entstehen oder Rollendistanz erforderlich sein. Das Kompensationsmodell geht davon aus, dass Defizite in einem Bereich durch den anderen kompensiert werden können, während das Ressourcen-Abfluss-Modell dadurch gekennzeichnet ist, dass Ressourcen von einem Lebensbereich abgezogen werden. Wenn die Grenzen zwischen Erwerbstätigkeit und den weiteren Lebensbereichen verwischen, spricht man von „Entgrenzung der Arbeit“.

 

Dauer der Beratung:
je nach Ausgangs-Situation 8-10 Sitzungen á 60 Minuten

 

Beratungs-Honorar (jeweils 60 Minuten pro Sitzung)

  • Erstgespräch zum Kennen lernen, zum Informationsaustausch und zur Prüfung der Machbarkeit für die Klientin/den Klienten kostenlos
  • Pro 60-Minuten-Sitzung € 125,00
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