Einführung / Optimierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Folgender Stufen-Plan ist zu empfehlen

 

Stufe 1: PROJEKT-ENTWICKLUNG UND VORBEREITUNG

 

Konzeptionsentwicklung

  • Konzeptentwurf für die Abstimmung mit dem Auftraggeber; Zielklärung (Hintergründe, Motive und Zielsetzung des Vorhabens)
  • Gründe für die Projektdurchführung (was soll erreicht werden, was genau ist das Ziel?)
  • Woran wird deutlich, ob das Ziel erreicht worden ist?
  • Woran und mit Hilfe welcher Kriterien ist der Erfolg messbar?

Auftrags-, Rollen- und Ressourcenklärung

  • Klare Definition des Auftrags mit dem Auftraggeber
  • Klare Definition des Settings (z.B. wer sind die relevanten, einzubeziehenden Akteure?)
  • Frühzeitige Einbindung beider Tarifparteien (Betriebs-/Geschäfts­leitung und Betriebs-Personalrat) und Commitment, dass beide mitmachen bzw. das Projekt unterstützen.
  • Genaue Festlegung der Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung der beteiligten Akteure (auch festlegen, wer an wen berichtet und wie mit Arbeitsergebnissen umgegangen werden soll).
  • Festlegung, wer welche Ressourcen an welcher Stelle einbringt bzw. bereitstellt.
  • Vereinbarung eines verbindlichen (Rahmen-)Zeitplans.
  • Kooperationsvertrag, der die vorgenannten Punkte enthält

Projektvorbereitung

  • Festlegung des endgültigen Projektdesigns und Ablaufplans („Dreh­buch").
  • Auswahl/Definition der Analyseeinheit (gesamter Betrieb oder einzelne Einheiten).
  • Entwicklung, Anpassung, Bereitstellung der für die einzelnen Projektphasen/-schritte erforderlichen Instrumente.
  • Vorbereitung der erforderlichen Projektinfrastruktur (personell, technisch, organisatorisch, z.B. in Form von Gremien, Arbeitskreisen).
  • Information der Mitarbeiter (ggf. auch der Öffentlichkeit) über die geeigneten Medien (nicht nur zu Beginn, sondern auch kontinu­ierlich während des ganzen Prozesses).
  • Aufbau der Projektinfrastruktur, Konstituierung der erforderlichen Gremien etc.

Stufe 2: REALISIERUNGSPHASE

 

Analyse-Phase

  • Durchführung der Analyse und deren Auswertung (Diagnose).
  • Präsentation und Diskussion der Analyseergebnisse vor dem Steuerungs­gremium und Belegschaft.
  • Auswahl von Organisationseinheiten mit Interventions- und Hand­lungsbedarf.
  • Ableitung von Konsequenzen, Handlungsbedarf etc. und Vereinba­rung von möglichen Handlungsansätzen

Interventions-Phase /Zeitplanung

  • Vorbereitung und Planung der Intervention (Interesse und Bereit­schaft der Beteiligten/Betroffenen klären, inhaltliche und konzeptionelle Planung (inkl. Auswahl der Instrumente), Ressourcen- und Ab­laufplan, Einbindung der erforderlichen (internen/externen) Experten, Konstituierung der erforderlichen Gremien).
  • Durchführung der Intervention (Gesundheitszirkel, Workshops, Änderungen in der Ablauf- und Aufbauorganisation, Trainings-. Qualifizierungsmaßnahmen etc.).
  • Je nach Maßnahme: Rückmeldung an zuständige Gremien, Evaluation etc.
  • Maßnahmenplanung und -controlling, soweit daraus neue Maßnahmen abgeleitet bzw. erforderlich werden (z.B. im Rahmen von Gesund­heitszirkelarbeit), erfolgt die Festlegung, wer die Implementierung der Projektergebnisse überwacht und verantwortet).
  • Präsentation der Interventions-/Arbeitsergebnisse. 

Evaluation

  • Soweit nicht bereits erfolgt: Entwicklung, Anpassung, Bereitstellung der erforderlichen Evaluationsinstrumente.
  • Soweit nicht bereits erfolgt: Festlegung von Zielerreichungs-Bewertungskriterien.
  • Durchführung der Evaluation.
  • Auswertung, Soll/Ist-Vergleich und Berichterstellung.
    Präsentation der Evaluationsergebnisse vor Geschäftsleitung, Betriebsrat und Belegschaft inkl. Formulierung von Optimierungs-, Handlungs-, Korrekturbedarf.
Druckversion Druckversion | Sitemap
© CUP-Institut GMBH, München