Externes Case-Management (ECM)

 

Das Externe Case-Management-Modell ist vor dem Hintergrund von großen Herausforderungen moderner Unternehmen und Institutionen ein wichtiger Teil eines Risiko-Management für die Gesundheit und das Gleichgewicht der Führungskräfte und Mitarbeiters eines Unternehmens. Einer der Kernpunkte ist eine professionelle, lösungsorientierte Mitarbeiterberatung.
Zielsetzung und strategischer Hintergrund für die Einsetzung eines Externen Case-Managements

  • Stärkung der Stressresistenz, der Resilienz und der Selbstmanagementfähigkeiten von Führungskräften und Mitarbeitern; Verbesserungen von interner Zusammenarbeit und der Schnittstellen zum Markt/Kunden
  • Reduzierung und Verkürzung der durch Krankheit bedingten Ausfallzeiten (Unternehmen mit Case-Management/EAP verzeichnen durchschnittlich 2,6 weniger Krankheitstage pro Mitarbeiter/Jahr) und des gut fünffach teureren Präsentismus
  • Zugriff auf einen High-End-Experten-Service, der vom Unternehmen nicht vorgehalten, sondern fallweise genutzt werden kann (variable Kosten statt Fixkosten)
  • Zufriedene Mitarbeiter und Führungskräfte, die (weil gesund, gut geführt, motiviert und psychisch stabil) die besten Voraussetzungen für den Erfolg eines Unternehmens/einer Institution auf den Märkten und auch auf dem Personalmarkt (Stichwort: Employer Branding = Attraktivität als Arbeitgeber) darstellen
  • Die Schaffung profitabler Mitarbeiterzufriedenheit („Win-win-Situation"), den von Investitionen zu Gunsten von mehr Mitarbeiterzufriedenheit profitieren Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen
  • Mitarbeiter stellen nicht nur das Human-Kapital dar, sondern verfügen über wertvolle Ressourcen, die es gilt, für das Unternehmen/die Institution nutzbar zu machen.
    Hinweis: Wie die Praxis zeigt, haben auch rein private Schwierigkeiten und Probleme erhebliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Führungskräften und Mitarbeitern. Daher beinhalten die sich immer mehr durchsetzenden Employeer Assistance Program (EAP), eine Vorstufe des Externen Case-Managements, konsequenterweise auch Hilfs- und Unterstützungsangebote im privaten Bereich
    Funktion des Externen Case-Managements. Das externe Case-Management steht Führungskräften und Mitarbeitern des Unternehmens als neutraler, unabhängiger und fachkundiger Gesprächspartner für Anliegen, Schwierigkeiten, Probleme und Krisen im beruflichen, persönlichen und gemischt beruflich/persönlichen Kontext zur Verfügung.

Derartige Probleme/Anliegen können sein (Auswahl und Umfang müsste vereinbart werden):

  • Psychische Störungen/-Belastungen
  • Ungleichgewichte in der Work-Life-Balance
  • Drohender oder eingetretener Burnout / Boreout
  • Krisen
  • Verbesserung des Selbstbewusstseins und der Resilienz
  • Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks
  • Hilfestellung vor öffentlichen Auftritten, Präsentationen
  • Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung im Unternehmen
  • Mobbing
  • Stress, Belastungen durch Arbeitsbedingungen
  • Ungesunde Ernährung, fehlende Bewegung
  • Maßnahmen zur persönlichen Weiterentwicklung
  • Wiedereingliederung von kranken, zeitweise ausgeschiedenen Mitarbeitern
  • Über- oder Unterforderungen am Arbeitsplatz (falls nicht im direkten Kontakt zu lösen)
  • Probleme mit Vorgesetzten (sofern nicht im direkten Kontakt zu lösen)

Die wesentlichen Funktionen des Externen Case-Managements sind:

  • im Rahmen der Bestandsaufnahme („Anamnese")
    • Die sachkundige, ganzheitliche Aufnahme der Beschwerde bzw. Problematik des Klienten
    • Die sachkundige Aufnahme der externen Rahmenbedingungen und der wesentlichen Persönlichkeitsmerkmale (Biographie, Kompetenzen, Ressourcen, Werte, Verhaltensmuster, Erfahrungen etc.)
  • im Rahmen der Maßnahmenplanung („Lotsen-Funktion")
    • Die Entwicklung eines integrierten gezielten Maßnahmenplanes
    • Die Empfehlung der am besten geeigneten/qualifizierten Beratungs-Dienstleister (Arzt, Psychotherapeut, Coach, Trainer) aus dem C.U.P.-Institut bzw. aus dem externen Experten-Netzwerk
    • Die Koordination der Maßnahme bzw. der einzelnen Maßnahmen-Module (Verknüpfung, Abstimmung mit den Beratungs-Dienstleistern, Qualitätskontrolle)
  • im Rahmen der Maßnahmendurchführung („Partner-Funktion")
    • Persönlicher Ansprechpartner des Klienten während der gesamten Dauer der Maßnahme(n)
    - Am Ende der Maßnahmen („Controller-Funktion")
    • Abschluss-/Nachsorgegespräch nach Beendigung der Maßnahme(n)
    • Evaluation der Maßnahme (Ergebnis- und Qualitätskontrolle)

Beratungsformen

  • Vier-Augen-Beratung (besonders geeignet für komplexe Problemlagen, bei ernsten psychischen Belastungs- und Konfliktsituationen und zur Abklärung von wahrscheinlich notwendigen Therapien/Maßnahmen
  •   Telefonberatung (besonders schnell, bequem und diskret)
  • Online-Beratung

Vorteile des Externen gegenüber dem Internen Case-Management
Das Externe Case-Management hat vergleichbare Funktionen wie beispielsweise eine betriebspsychologische Abteilung, allerdings mit nicht unerheblichen Vorteilen gegenüber dem internen Case-Management

  • Absolut gesicherte (direkte und indirekte) Vertraulichkeit
  • Das Externe Case-Management garantiert einen geschützten Raum
  • Ausgeprägte Objektivität (der externe Case-Manager ist allein dem Klienten verpflichtet und arbeitet klientenzentriert)
  • Reduzierung der Hemmschwelle des Klienten bei einer Kontaktaufnahme
  • Breiteres Kompetenz- und Erfahrungsfeld
  • Sehr genaue Kenntnis über die Fachkompetenz der Anbieter von Beratungs-Modulen und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit diesen
  • In der Regel kostengünstiger als die internen Kapazitäten mit Fixkostencharakter
  • Flexibler bezüglich eines schwankenden Anfalls von Beratungsfällen
  • Grundsätzlich ganzheitliche, systemische und fächerübergreifende Beratung entlang der Triade „Körper-Geist-Seele"

Wichtiger Hinweis: oft kann das Problem eines Klienten schon beim ersten Gespräch mit dem Externen Case-Manager gelöst werden, so dass weitere Maßnahmen nicht notwendig werden.

Installation des Externen Case-Managements im Unternehmen
Erfahrungsgemäß bedarf die Einführung von betrieblichen Maßnahmen wie z.B. des Externen Case-Managements einer differenzierten, individuellen und wohlüberlegten Vorgehensweise, um die gewünschte Akzeptanz bei der Zielgruppe nachhaltig sicherzustellen.

Wir bieten daher optional an, die Vorbereitung und Einführung im Rahmen eines Beratungsprojektes zu konzeptionieren und sachverständig zu begleiten. Wir empfehlen dies ausdrücklich, um den Erfolg des Vorhabens zu sichern.
Das Ziel dieses Projektes sollte sind

  • Die Akzeptanz dieser personalpolitischen Maßnahme sicherzustellen
  • Das notwendige Vertrauen bei den Führungskräften und Mitarbeitern zu schaffen und

Psychologische Fallstricke bei der Einführung und Kommunikation zu erkennen und zu vermeiden.

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