Die richtige, weil vernünftige Herangehensweise an die  Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Es ist nach unserer Überzeugung lange her, dass ein Gesetz wie das der Verpflichtung zur Durchführung der Psychischen Gefährdungsbeurteilung nach § 5, ArbSchG von solch einer Wichtigkeit, aber auch mit einer solch großen Chance zur Realsierung einer klassischen Win-Win-Situation in den deutschen Arbeitsmarkt eingeführt worden ist.

 

Trotz einiger fachlicher Defizite im Gesetz und diverser Unklarheiten empfehlen wir den Unternehmen, die Umsetzung des Gesetzes zum Nutzen sowohl der Mitarbeiter als auch des Unternehmens selbst unvoreingenommen, ohne Scheuklappen, mutig und zukunftsorientiert anzugehen, nicht zuletzt auch deswegen, weil bei Nichtbeachtungen weitere Verschärfungen der Gesetzeslage erfolgen werden. An einer Anti-Stress-Vorordnung wird im Bundesarbeitsministerium schon fleißig gearbeitet.

 

Die Unternehmen haben bei der aktuellen Gesetzes-Lage im Wesentlichen 3 Optionen:

Die Definition der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen als gesetzliche Pflichtaufgabe

 

Mit der systematischen Durchführung und Dokumentation der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen psychischen Gefährdungsbeurteilung der in Ihrem Unternehmen vorhandenen Arbeitsplatzkategorien mit notwendigen Verbesserungsmaßnahmen wird lediglich der entsprechenden Forderung des Gesetzgebers entsprochen.
Es können die die vom Gesetzgeber gegenwärtig noch gewährten relativ großen Gestaltungsspielräume beim Umfang, bei der Tiefe, der Intensivität und der Ausgestaltung des vorgeschriebenen Prozesses genutzt werden.
Zudem ist es so gewährleistet, sich weitgehend gegen die Risiken vor mögliche Schadenersatzansprüchen der Mitarbeiter und vor möglichen Regressansprüchen der Versicherungsträger abzusichern.

Je nach Ausgangssituation und Konsequenz bei der Durchführung des Prozesses sowie abhängig von der Wirksamkeit der beschlossenen und implementierten Verbesserungsmaßnahmen kann die Verhältnis-Prävention bezüglich Arbeitsplatzspezifischer psychischer und psychosomatischer Risiken für die Mitarbeiter verbessert werden.

Die meisten der zur psychischen Gefährdungsbeurteilung verpflichteten Unternehmen werden so oder so ähnlich, zumindest beim ersten Prozessdurchlauf, so handeln.

Die Definition der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen als wichtige Etappe hin zum "Gesunden Unternehmen"
 
Die psychische Gefährdungsbeurteilung wird auch als Chance für weitere substantielle Schritte zur nachhaltigen Gesundheit und Motivation Ihrer Mitarbeiter in einer klassischen „win-win-Situation“ definieren (wir nennen das Psychische Gefährdungsbeurteilung „plus“ ) und als Etappe auf dem Weg zum "gesunden Unternehmen" definiert. Daraus ergeben sich folgende Ansatzpunkte und Nutzenstiftungen:
  • Einstieg und Einbeziehung der psychischen Gefährdungsbeurteilung in das Betriebliche Gesundheitsmanagement
  • Ergänzung durch das Thema Verhaltens-Prävention (Die Verhaltensprävention ist untrennbar mit der Verhältnis-Prävention verbunden), insbesondere was die fachlichen und persönlichen Ressourcen anbetrifft
  • Optimierung der Personalentwicklung
  • Optimierung von Organisationsabläufen und Schnittstellen
  • Verbesserung des Betriebsklimas
  • Verbesserung der Führungssysteme in Richtung „Gesunde Führung“
  • Verbesserung der Unternehmensattraktivität als Arbeitgeber im immer enger werdenden Personalmarkt („Employer Branding“)

 

Die Definition der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen als Zwischenschritt zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)

 

Nicht nur die prozessuale Vorgehensweise der psychischen Gefährdungsbeutteilung, sondern auch deren konzeptionelle Ausrichtung haben Ähnlichkeiten mit dem Einstieg/der Umsetzung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Warum also nicht gleich den nächsten Schritt zum BGM einleiten?

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