Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (§ 5, ArbSchG)

 

Die gesetzlichen Grundlagen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung:

 

Am 20. September 2013 hat der Bundesrat dem „Gesetz zur Neuorganisation der bundesunmittelbaren Unfallkassen“ zugestimmt. Damit war auch eine Änderung des Arbeitsschutzgesetzes verbunden, die die Berücksichtigung psychischer Belastungen klar festschreibt. So heißt es jetzt in § 4 Nr. 1 des Arbeitsschutzgesetzes:

„Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird“. Gleichzeitig wird in § 5, Absatz 3 als Nr. 6 erscheinen: „6. psychische Belastungen“.  

Die Klarstellung, wonach Arbeitgeber auch zur Gefährdungsbeurteilung von psychischen Belastungen verpflichtet sind, ergibt sich zunächst aus § 4 (Allgemeine Grundsätze) Nr. 1 ArbschG:

Zudem müssen jetzt auch Kleinbetriebe das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von Arbeitgeber festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis deren Überprüfung dokumentieren. Die bisherige Herausnahme von Kleinbetrieben aus der Dokumentationspflicht wurde gestrichen.

Gemäß der GDA-Leitlinie „Beratung und Überwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz“ sind zu Fragen der psychischen Belastung insbesondere die folgenden Bereiche zu berücksichtigen:

  • Arbeitsinhalt / Arbeitsaufgabe
  • Arbeitsorganisation
  • Soziale Beziehungen
  • Arbeitsumgebung
  • Neue Arbeitsformen

Nach § 5 ArbSchG sind Belastungen zu ermitteln und zu beseitigen, welche resultieren aus

  • der Gestaltung, der Auswahl und dem Einsatz von Arbeitsmitteln
  • der Gestaltung von Arbeitsabläufen, Arbeitszeit und Fertigungsverfahren
  • unzureichenden Qualifizierung / Unterweisung der Mitarbeiter

Deswegen sind psychische Belastungen jetzt Teil der Gefährdungsbeurteilung

 

Der Standard-Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung

 

 

 

 

 

 

Die psychische Gefährdungsbeurteilung ist ein systematischer Prozess mit mehreren Stufen, die, um dem Gesetz gerecht zu werden, alle bearbeitet werden müssen. Es handelt sich zudem um einen Regelkreis, was bedeutet, dass die Gefährdungsbeurteilung als ein KVP verstanden werden muss.

 

 

 

 

Innerhalb des Prozesses ergeben sich folgende obligatorische Arbeitsschritte

 

Weitere wichtige Informationen finden Sie unter:

  • Die richtige Herangehensweise an die Psychische Gefährdungsbeurteilung >>>> Klicken Sie hier
  • Rundgang durch die Problematik der Psychischen Gefährdungsbeurteilung >>>> Klicken Sie hier
  • Erklär-Video zur Psychischen Gefährdungsbeurteilung >>>> Klicken Sie hier
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